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«Das ist gelebte Nachhaltigkeit»

20 Jahre Partnerschaft und noch immer zufrieden und glücklich. Hier ist nicht die Rede von einem Liebespaar, hier geht es um das AdR-Label der Migros Ostschweiz und der langjährigen Zusammenarbeit mit regionalen Produzenten. Ein stimmiges Beispiel für die nachhaltig gelungene Beziehung ist Christian Gerber, «Bio-Gmüesler» aus Leidenschaft.

Greber Gemüse AG

Ich bin ein absoluter Verfechter des AdR-Labels», betont Christian Gerber, Inhaber der Gerber Bio Greens AG in Fehraltorf und der Gerber Gemüsebau AG in Felben-Wellhausen, «das ist eine sehr gute Sache! Regionalität wird bei der Migros Ostschweiz wirklich gelebt, und das schätze ich ungemein. Ich bin dankbar, dass ich die Migros Ostschweiz beliefern kann. Ob AdR- oder Bio-Label, es geht immer um gegenseitiges Vertrauen.» Und dieses besteht zwischen Christian Gerber und der Migros Ostschweiz seit zwanzig Jahren.

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In Generationen denken

Auf dem 80 Hektaren grossen Betrieb wird seit Jahrzehnten Gemüse angebaut. «Bei uns gibt es keinen Direktvertrieb, unsere DNA ist der Grosshandel», erklärt der Vater von vier Kindern. «Das war von Anfang an so und wird so bleiben.» Christian Gerber ist 1998 in den Betrieb eingestiegen und konnte viele Jahre vom profunden Wissen seines Vaters profitieren. «Er hat sich schon früh mit ökologischem Landbau auseinandergesetzt», erinnert sich Gerber. «Damals wussten wir noch nicht, wie sich das entwickeln wird. Grundsätzlich war unsere Philosophie immer, dass man produzieren muss, was die Konsumentinnen und Konsumenten wünschen. Es nützt nichts, wenn wir etwas produzieren, das die Kundschaft nicht kauft.» Und er präzisiert: «Wenn wir produzieren und damit zwangsläufig in die Natur eingreifen, sollten wir hohe Erträge anstreben. Die Produktion sollte so umweltverträglich wie möglich, aber mit Fokus auf gute Felderträge stattfinden, das ist nachhaltig. Nachhaltigkeit bedeutet für uns, grossräumig, langfristig und in Generationen und nicht nur an sich selbst zu denken.»

Gemüsegärtner aus Leidenschaft

«Für mich war von Beginn an klar: Ich werde Landwirt oder Gemüsegärtner», erzählt der Betriebsleiter, und er entschied sich für Letzteres. In dritter Generation führt er nun den Betrieb. «Hier in Fehraltorf produzieren wir ausschliesslich biologisches Gemüse nach den Richtlinien von Bio Suisse», führt er aus, «unser zweites Standbein befindet sich in Felben-Wellhausen bei Frauenfeld, wo noch konventionell angebaut wird. Der Anteil an Bio-Gemüse im Schweizer Markt liegt heute bei etwa 20 Prozent.» Was bedeutet, dass noch immer 80 Prozent auf den konventionellen Anbau entfallen. «Für mich ist Bio keine Nische, sondern ein Suchen nach einer Produktionsart, die ein gutes Produkt mit möglichst kleinem ökologischem Fussabdruck hervorbringt.» Gerber ist überzeugt, dass Bio die bessere Produktionsart ist. Wenn man aber nach 30 Jahren nur auf 20 Prozent Marktanteil komme, sei das in seinen Augen kein Erfolg. Seiner Meinung nach müsste man die Marktsegmentierung etwas aufweichen und die Wertschöpfungskette vom Saatgut bis zum Konsumenten als Ganzes neu organisieren. «Für mich ist die AdR-Partnerschaft ein grosser Schlüssel innerhalb dieser Wertschöpfungskette», unterstreicht er, der beispielsweise Bio-Peperoni aus der Region produziert, die im Sortiment der Migros Ostschweiz zu finden sind–obwohl jene aus Spanien viel billiger sind. «Das ist für mich gelebte Nachhaltigkeit!» Oder: eine Partnerschaft, auf die man sich vertrauensvoll stützen kann.